Hochmut kommt vor dem Fall!

Bei manchen Leuten frage ich mich schon manchmal, ob sie was schlechtes geraucht haben. So passiert am Donnerstag in der Solinger City. Ich hatte einen Arzttermin und da ich mich seit kurzem mit dem Gedanken trage noch ein Tattoo stechen zu lassen, bin ich beim einzigen Studio am Platz reingeschneit um mich u.a. beraten zu lassen. Meine Vorstellung beschränkt sich im Moment nämlich lediglich auf “Vom Schulterblatt zur Schulter hoch, eher klein, einigermaßen passend zu den anderen und eventuell mit einer Farbe dabei.”.

Ich kam also rein, sagte fröhlich “Hallo”, erledigte erst den Hauptgrund meines Besuches und fragte den Herrn Obertattoowierer dann mit meinen Schlagworten nach Ideen! Ich bekam ein höhnisches Schauben, könnte auch ein Lachen gewesen sein, und einen ungläubigen Blick. Ok, falsch ausgedrückt! Also nochmal, vielleicht sind ja Vorlagen vorhanden? Anwort mit lapidarer Armbewegung: “Da! Alles voll!”

Nee super! Ich mich also hingesetzt und Alben durchblättert. Ich saß noch keine 2 Minuten, da rennt Herrn Obertattoowierer raus und sagt beim Rausgehen “Wenn’s klingelt, dann drück bitte hier rauf!” und war für gut 10 Minuten verschwunden. Äääh ja!

Ich hatte tatsächlich etwas gefunden, was mir ganz gut gefallen hat. Das Motiv war ca. 8-10 cm hoch und 6-8 cm breit und als Herrn Obertattoowierer sich wieder blicken ließ, ging ich glücklich mit dem Motiv auf ihn zu und fragte ihn ob das mit meiner Farbidee vereinbar und wie hoch der Preis wäre.
“Ja, Farbe kann man machen, in der Größe 500,00 Euro!

I think my pig whistles! 500 Euro für ein kleines schwarzes Tattoo mit einigen Farb”spritzern” drin. Ganz bestimmt nicht von mir! Nicht nur das der Herr Obertattoowierer mir extrem unsympathisch war (ich ihm wahrscheinlich auch), aber der Preis ist ja wohl mehr als lächerlich!
Würde ich noch in Bayern wohnen wäre ich direkt in Chris Teutschs Black Bite Studio in Fürstenfeldbruck gegangen, da weiß ich das jeder der dort hin kommt super nett behandelt wird, immer Zeit dafür da ist den Kunden zu beraten (wenn nicht gerade gestochen wird) und vor Allem der Preis nicht jenseits von gut und böse, sondern absolut angemessen ist. Aber jetzt nach FFB zu fahren ist wohl etwas übertrieben. Und überlegen, ob ich es – in meinem hohen Alter – wirklich machen soll, muss ich auch noch!

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Hysterischer Anfall

Das dumme an den Privatsendern ist und bleibt ja die Werbung. Während ich gestern also in eben so einer Werbepause durch die Kanäle zappte, blieb ich mit offenem Mund und ungläubig geöffneten Augen an folgender Dauerwerbesendung hängen:

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Bitte liebe Kinder: NICHT kaufen!!! Das ist totaler Humbug mit NULL Wirkung und hilft nur der Vertriebsfirma in Deutschland die Kassen zu füllen!

Der Grund für meinen hysterischen Anfall ist auf diesem kurzen Video leider nicht zu sehen, aber ich versuche ihn mal so gut wie möglich zu beschreiben. In dieser Dauerwerbesendung für dieses unglaubliche Abnehm-Wundermittel (<- das ist reine Ironie!!) wurde auch der Beweis für die Wirkung erbracht: Ein stark esoterisch wirkender Mann steht vor zwei heißen Bratpfannen in die er jeweils ein Pfund Butter gibt. In eine Pfanne fügt er zusätzlich einen dieser “Shots” hinzu und in genau dieser Pfanne “schmilzt das Fett schneller”! Et voila, da ist er der Beweis!

Ich bin vor Lachen schier vom Sofa gefallen. Das Traurige ist jedoch es gibt genügend Menschen, deren Wunsch Gewicht zu verlieren offenbar größer ist als ihr Verstand und denen reicht dieser gequirlte Mist um an die Wirkung zu glauben!

Für all die, die tatsächlich auf diese Seite gekommen sind um ein Wundermittel zum Abnehmen zu finden: Vergesst es!! Errechnet euren täglichen Kalorienbedarf, verringert ihn etwas um abzunehmen und treibt Sport! Wer möchte kann zum Abendessen versuchen ohne Kohlenhydrate auszukommen.

Die Freude der Mutter eines Sohnes!

Juchuuuu, den Tag kreuze ich mir im Kalender an! Heutiger Ausspruch meines Sohnes: “Fußball ist nicht der richtige Sport für mich!” Tausendmal nachgefragt und immer die gleiche Antwort bekommen “Nein, ich möchte kein Fußball mehr spielen, ich möchte mehr Leichtathletik machen!”

Also haben wir ganz spontan heute das letzte Fußball-Training eingeleutet, ich in der Trainingszeit schnell “Abschieds-Süßigkeiten” geholt und bei 2 Grad im strömenden Regen verteilt! Was war das schön! Nicht nur, weil ich das in Kälte und Regen rumstehen ebenso wenig prickelnd finde wie das nicht stattfindende Aufwärm-Training an Spieltagen, nein, wir haben von Anfang an nicht in diesen Verein gepasst!
Spielermütter und -väter bei denen wir schon beim bloßen Anblick schlechte Laune bekommen haben, was sich sogar noch wesentlich verschlimmerte, wenn sie dann den Mund aufmachten und einfach nur unqualifiziertes Zeug in die Welt abließen. Es reicht, wenn wir mit genau diesen Leuten schon durch die Schule/Klasse Kontakt haben müssen, so ist die Entscheidung des Sohnemannes jetzt ein regelrechter Freizeit-Retter! Ja, ich kann mich darüber so richtig auskotzenlassen, aber ich bin diesmal tatsächlich nicht allein mit meiner Meinung.

Nun also mehr Leichtathletik! Toll! Mich freut es doppelt, denn 1. gibt es keinen Sport, bei dem der Körper mehr trainiert wird und 2. habe ich es selber lange Jahre betrieben. Das Wintertraining ist in der Halle, der Sommertrainingsplatz zu Fuß in 5 Minuten zu erreichen und wenn es dann mal stärker regnet, gibt es ein kleines überdachtes Plätzchen bzw. das Training fällt ganz aus.

Darauf trinke ich mir jetzt einen! Prost!

Kellerkind

Seit zwei Tagen wusel ich im Keller durch die Gegend, da ich diese Rumpelkammern kaum noch ertragen kann. Insgesamt haben wir dort unten 4 Räume. Ein großer, ein kleiner, und ein zweigeteilter, in dem sich “Waschküche” sowie Autoreifen- und Umzugskistenlagerstätte befinden. Es ist ja auch zu praktisch: “Hier oben passt es jetzt nicht hin, ab in den Keller damit. Und wohin? Ach egal, erst ein mal hinstellen, später kann man ja sehen, wo man es unterbringt!”
Nach knapp 6 Jahren rächt sich das und nun war ich es leid! Ich bin noch lange nicht fertig, aber ich habe schon mal wieder ein paar Kisten ausgemistet und dabei ist doch tatsächlich ein kleines Schätzchen aus den Tiefen einer Umzugskiste aufgetaucht

"Schätzeleeeeeiiin"

Eine Kodak Instamatic Camera 50. Die Erste von unendlich vielen Kodak Instamatic Kassettenfilm-Kameras. Baujahr 1963-1966, die Bezeichnung Instamatic setzt sich aus den Wörtern “Instant” und “Automatic” zusammen, was im Bezug auf das Filmeinlegen “sofort und automatisch” bedeutet.

Technik:
Sucherkamera, Meniskuslinse 1:11 /43mm, Einfachverschluss 1/40 und 1/90, Fixfokus, mit Anschluss für ein Blitzgerät. Filmtyp: 28 x 28mm – 126 Instamaticfilm.

Was mich an der ganzen Geschichte aber ziemlich verwirrt ist, dass diese Kamera in Rochester, USA hergestellt wurde. Auf meiner steht aber ganz eindeutig “Made in England”.
Ich werde das Schnuckelchen jetzt mal etwas saubermachen und pflegen und dann guck ich mal, was ich damit noch so anstellen kann!

Produkttests für Hunde & Katzen

Ich bin mag ja Produkttests und versuche bei interessanten Dingen auch immer mitzumachen. Leider sind in der letzten Zeit nur Einladungen für Produkte gekommen, die so gar nicht in meine Richtung gehen. Aber jetzt bin ich (mal wieder) dank der lieben Antje auf eine Seite gestoßen, die ich doch sehr interessant finde:
die Futterbox
. Dort erhält man, nachdem man das Profil für sich und sein Tier angelegt hat, geeignete  Futterproben für sein Haustier. Nachdem die Proben getestet wurden, gibt man sein Feedback mit den Erfahrungen die man gemacht hat auf der Seite ab. Noch steckt die die Futterbox in der Testphase und so werden ersteinmal 1.000 “Futterboxen” verlost. Nachdem die Rückmeldungen von allen Beteiligten eingegangen sind, wird man die Seite weiter ausbauen und regelmäßig Futterboxen versenden.

Ich bin gespannt…

Und du?

Da ist das Jahr schon 9 Tage alt – das weiß ich so genau, weil mein GöGa heute Geburtstag hat – und überall lese und höre ich von den Dingen, die meine Mitmenschen sich für 2012 vorgenommen haben.
Manchmal bin ich ziemlich erstaunt über die ganze Fülle von Aufgaben, die sich einige aufhalsen. Ab und an fall ich vor Lachen vom Sofa, wenn ich die wilden Vorsätze vernehme, aber meistens frage ich mich “Und du? Wie sieht es bei dir für 2012 aus?”. Und dann sehe ich, dass ich mir eigentlich keine nennenswerten Ziele gesetzt habe.

Ok, ich nehme zusammen mit Herrn Olsen auf der olsenban.de am Projekt 52/12 von Sari teil, das sind für mich zwei Fotos in der Woche im Monat, die aufgrund der tollen Themen relativ gut zu bewältigen sind.
Dann habe ich mir aufgrund meines Wichtelgeschenks noch die Aufgabe gestellt eine Art Reisetagebuch während unseres Sommerurlaubs in Cornwall zu gestalten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein sehr außergewöhnlicher Urlaub wird, in dem wir viel zu sehen und zu fotografieren haben werden, aber wie sehr ich meinen inneren Schweinehund überwinden kann und auch mit der Hand schreiben werde…, man wird sehen.
Das Häkeln will ich unbedingt wieder anfangen, ganz allgemein stehen Handarbeiten dieses Jahr ganz hoch oben. Mal sehen, ob ich meine alte Nähmaschine wieder zum Laufen bekomme, dann würde ich mich auch mal daran machen das Nähen richtig zu lernen.
Und das leidige Abnehm- und Sport treiben-Drama ist nach wie vor ein Thema, aber genau das setzt etwas voraus, was ich nicht beeinflussen kann: die Gesundheit! Ich werde dieses Jahr 43 Jahre alt und der Leistungssport in meiner Jugend fordert nun seinen Tribut. Die Achillessehne schmerzt, einmal kurz falsch aufgestanden und mein Innenband lässt mich drei Tage vor Schmerzen laut aufheulen. Der Rücken tut weh und bei nasskaltem Wetter gluckst die Arthrose in meinen Knien fröhlich vor sich hin! Dazu kommen die Alltagsnervigkeiten wie Schnupfen und Husten, Hals- und Kopfschmerzen, was ich früher allerdings in zwei Wochen überwunden habe, zieht sich jetzt über Monate. Aber sobald ich damit durch bin, hat mich mein Fitness-Studio auch wieder!

Aber das war es dann auch schon und mehr muss auch nicht sein. Ich hab die tollste Familie der Welt, den beklopptesten Hund überhaupt, meine Arbeit macht mir – endlich wieder – unglaublich viel Spaß,was aber auch daran liegt, dass ich dort super geniale Kollegen habe und seit fast einem Jahr bin ich rauchfrei! Alles was ich mir wünschen kann ist ein bisschen mehr Gesundheit ansonsten bin ich sicherlich ein echtes Glückskind und brauche keine großen Pläne…

Und du???

Knallchargen auf Präsidentenkurs

Über unsere Politiker mag ich nicht mehr reden! Da muss ich mich dauernd fremdschämen und darauf habe ich 2012 wirklich keine Lust!

Also was liegt näher als sich mal die anzusehen, die Präsident anstelle des Präsidenten* werden wollen, sprich diese wahnwitzigen Konservativen mit ihrer völlig irren Tea-Party-Bewegung. Was sich da alles tummelt…, dagegen sind unsere Kreditnehmer, Aussitzer und Fahrerflüchtlinge reinste Waisenknaben und -mädel!
(*Die ältere Generation erinnert sich vielleicht an Isnogud)

Die Bekannteste ist sicherlich Sarah Palin, auch wenn die leider nicht mehr zu unserer Belustigung beitragen will, aber sie hat eine wirklich würdige Nachfolgerin:

Michele Bachmann
Die neue Vorzeigefrau der Tea Party! Dumm nur, dass sie gleich den Wahlkampfauftakt mit dem Satz, sie teile die Weltanschauung eines anderen Helden ihres Geburtsortes Waterloo – John Wayne, in den Sand gesetzt hat! Der einzige John Wayne, der in Waterloo gelebt hat ist John Wayne Gacy, auch “Killer-Clown” genannt. Ein Serienmörder, der in den 1970ern 33 Jungen und junge Männer vergewaltigt und getötet hat! Die Weltanschauung, die dieser Mann hatte, will ich gar nicht kennen!
Und Frau Bachmann macht noch etwas ganz ganz Besonderes: zusammen mit Ihrem Mann (einem etwas umstrittenen Therapeuten) führt sie ein sogenanntes christliches Beratungszentrum, in dem versucht wird Schwule und Lesben mit der Bibel und Gebeten zur Heterosexualität bekehren. Eine “Charlene” Taze Russel für Homosexuelle. Toll!

Newt Gingrich
Der gute Newt war in den 1990ern schon als Sprecher des Repräsentantenhauses einer der wichtigsten Männer im Staat und hat damals schon viel Schabernack für die “Umformung des amerikanischen Charakters” betrieben! Heute hat er ein Netz aus Beratungsfirmen – die Gingrich-Group, die mindestens 1,6 Millionen Dollar von der Freddie Mac (wir erinnern uns an die Wirtschaftskrise) abgezockt hat. Die Hypothekenbank, die vom Staat während der Finanzkrise gerettet aber lautstark von Gingrich für ihre “Machenschaften” kritisiert wurde. Hmm, ja!
Und dieser Wahnsinns-Stratege, offenbart auch wahrhaft menschliche Züge: Mit seiner ersten Frau hat er die Scheidungseinzelheiten einen Tag nach deren Krebsoperation durchgesprochen, er würde gerne Kinder als Hausmeister in ihrer Schule einsetzen und schlägt daher die Lockerung der Gesetze gegen Kinderarbeit vor und ganz nebenbei hat er noch eine halbe Million Dollar Schulden bei Tiffanys!

Rick Perry
Was hatten die Republikaner auf Perry das Schnabeltier gehofft. Die Tea-Party Anhänger waren im puren Glückstaumel: in 11 Jahren hat es der Gouverneur von Texas auf stolze 236 Hinrichtungen gebracht. Das hat vor Perry noch keiner geschafft. Was für ein Held! Aber dann. Dann fing er den groben Unfug in den Augen seiner Anhänger an: er ermöglichte Kindern illegaler Einwanderer ein Studium auf Steuerzahlerkosten und lehnt einen durchgehenden Grenzzaun zwischen Mexiko und Texas kategorisch ab!
Dass das dritte Ministerium, welches er als Präsident abschaffen möchte nun “Oops” heisst, weil ihm der verdammte Name während eines Fernseh-Interviews nicht eingefallen ist, macht ihn dann endgültig zum Loser!

Rick Santorum
Der, der in Iowa tanzt. Das ist, ganz unter uns gesagt, ein unglaublich intelligentes Menschenkind und weiß genau wie die Welt und das Leben funktioniert! Vor allem die Welt! Die wurde nämlich von Gott erschaffen. Scheiß was auf Evolution! Was, wie, wann und warum ist egal, hauptsache es wird gefoltert das ist nämlich völlig in Ordnung! Und Menschen die abtreiben oder gar homosexuell sind, sollten gleich zu Mr. Perry abgeschoben werden, um seinen Hinrichtungsrekord weiter auszubauen. Ebenso wie Mr. Obama, der die Schuld am Mißbrauchsskandal der katholischen Kirche trägt! Na gut, tatsächlich hat der kleine irische Italiener nur gesagt, dass Homosexuelle mit Pädophilen gleichzusetzen sind, Abtreibung unter Strafe gestellt werden muss und die politische und kulturelle Freizügigkeit in Amerika schuld an dem Mißbrauchsskandal in der katholischen Kirche ist, aber welche Version wohl eher an der Wahrheit ist, überlasse ich euch!

Und dann gibt es da ja noch aussichtsreichsten Kandidaten Mitt Romney
Ein Mann der genau weiß was er will! 2008 hat er ja schon mal versucht Präsidentschaftskandidat zu werden und da ist es echt blöd gelaufen. Dafür hat er die letzten 4 Jahre damit verbracht herauszufinden was er wirklich will. Heute ist er Abtreibungsgegner, in den Wahlkämpfen 1994 und 2002 hat er die Abtreibung befürwortet. Obamas Gesundheitsreform würde er sofort abschaffen, dabei hat er als Gouverneur von Massachusetts eine Modell durchgesetzt, welches Obamas Reform sehr ähnlich ist. Homosexuelle Ehen sind ihm ein Graus, aber eingetragenen Partnerschaften sind was Feines! Auch gab es mal eine Zeit da hat sich Romney für die Einbürgerung illegaler Einwanderer eingesetzt, und ihr ahnt es schon…heute ist er strikt dagegen! So beweglich möchte man mit knapp 65 auch noch sein.

Diese Menschen erheben den Anspruch Amerika führen zu wollen und wenn ich mir meinen ersten Satz noch einmal so ansehe, muss ich mich auf einmal gar nicht fremdschämen!!

Edit: Wer sich gerne noch ein wenig mehr über die Anwärter informieren möchte: Maex hat mich in den Kommentaren auf den Artikel von Jason Thibeault hingewiesen http://freethoughtblogs.com/lousycanuck/2011/06/19/santorums-wifes-abortion-was-different-you-see/
Absolut lesenswert!!

Category: Querbeet, Unkraut  9 Comments

Hundstag!

Gestern, am ersten Weihnachtsfeiertag, war die Olsenbande junior spätnachmittags am See mit dem Flockenhund spazieren. Wieder zu Hause angekommen wurde der grauschwarze Hund in der Badewanne wieder seiner ursprünglichen wollweißen Farbe zugeführt.

Keine viertel Stunde später fing Flocke an mit dem rechten Hinterlauf auszuschlagen und mit der Pfote wie ein Kaninchen auf den Boden zu klopfen. Dabei rannte sie fürchterlich aufgeregt und wild hechelnd durch die Gegend. Der Hinterlauf und die Pfote wurden eingehend untersucht, aber es war nichts zu sehen. Mit der Zeit wurde es auch nur unwesentlich besser und so entschied ich mich zum Tiernotarzt zu fahren. Meine Mutter hatte gerade die Klöße auf den Herd gestellt und ich habe mich innerlich von einem gemütlichen Weihnachtsessen mit der Familie verabschiedet. Aber ich hätte mich auch nicht ruhig hinsetzen können, während der Hund vor Schmerzen nicht wusste wohin mit sich.

Also ab ins Bremer Viertel. Mittenrein! War klar, warum sollte der Notdienst für die Weihnachtstage auch in einer netteren Ecke sein…! Unser Auto hätte ich gerne mit in die Praxis genommen, da im Steintor auch gerne mal eben Solche spontan anfangen zu brennen. Bei einem Warteraum von 1 1/2 x 3 Metern, drei in diesen Raum aufgehende Türen und drei popeligen Sitzgelegenheiten, konnte ich froh sein, dass ich und der Hund noch dort hinein passten.
Irgendjemand war im Praxisraum und vor mir war ein sehr nettes Pärchen mit einem Belgischen Schäferhund, die sich am Zaun die halbe Seite aufgerissen hat. Die Wunde sah wirklich schlimm aus, war ca. 10 x 10 cm groß, blutetet natürlich und der Sprechstundenhelfer hat dies auch gesehen, aber man ließ sich Zeit. Irgendwann wurde der Praxisraum frei und die Leute, die ihr Karnickel dorthin gebracht haben, mussten eine Stunde später dort wieder erscheinen, weil das Tier geröngt werden sollte. Der Schäferhund kam dran. Währendessen, erschien ein Pärchen mit einem kurz vor dem Tod stehenden Meerschweinchen und eine junge Dame mit einem abgemagerten und bewegungslosen Meerschweinchen. Herrchen und Frauchen des Schäferhundes kamen aus dem Praxisraum raus, der Hund musst genäht werden, wobei ich wirklich keine Ahnung habe, wie man ein solch große Wunde noch nähen kann, und sie sollten in einer Stunde wieder kommen.

Dann wären Flocke und ich ich dran gewesen, aber da ich bis zu dem Zeitpunkt bereits eine gute Dreiviertelstunde die Weihnachtsschlagergrüße auf Bremen 1 im Warteräumchen über mich ergehen lassen musste, war mir eh schon alles egal und ich hab das halbtote Meerschweinchen vorgelassen. Auch sie kamen irgendwann wieder raus und wer hätte es gedacht: Es sah nicht gut aus, aber das Meerschweinchen musste erst einmal geröngt werden! Natürlich!

Ich war dran und ich wollte auch dran sein, ich konnt die Musik

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nicht mehr ertragen – und das war das letzte dort von mir gehörte Lied – ich hatte fürchterlichen Hunger und mir gingen diese armen Tiere dort ganz schrecklich an die Nieren.
Also rein in den Praxisraum, Hund auf den Behandlungstisch und der griechisch-stämmigen Tierärztin kurz erklärt was Flocke für ein Wehwechen hat. Was bekam ich zur Antwort…richtig…muss geröngt werden! Allerdings sah sie dann meinen Gesichtsausdruck und erklärte mir, dass sie dem Hund auch Spritzen geben könnte und sollte es dann morgen nicht besser sein, könnten wir ja wieder zu ihr in den Notdienst kommen.
Den Vorschlag nahm ich gerne an, denn schließlich hatte Flocke ja schon einmal etwas in den Hinterlauf gebissen und unsere Tieräztin hat auch nur eine Schmerz- und eine Antibiotika-Spritze gegeben. Nix mit Röntgen! Spritzen geben konnte die Ärztin leider auch nicht wirklich, denn im Gegensatz zum letzten Mal, zuckte Flocke hin und her und man merkte, dass der erste Stich ihr wehtat. Beim zweiten wurde es noch schlimmer und ein großer Teil des Spritzeninhalts landete im Fell und auf mir und beim dritten hatte ich Flocke schon ganz fest umklammert.
Es war dann aber geschafft und ich war wirklich froh, dass ich einen so unglaublich lieben Hund habe, andere hätten da schon lang das Knurren und Schnappen angefangen. Dann ging es zum Kassieren. Samstag. Notdienst. Weihnachten! Ich bin bald hinten über gefallen und hätte vor Erleichterung, dass ich das Röntgen nicht zugelassen habe, bald angefangen zu weinen!

Als ich mich dann mit Flocke wieder aus dem Praxisraum raus in den Warteraum quetschte, waren auch Herrchen und Frauchen der Belgischen Schäferhündin wieder da und sie fragte mich sofort wie es gelaufen sei. Ich zog nur meine Quittung aus der Tasche, zeigte ihr den Betrag, sagte ihr, dass Flocke drei Spritzen bekommen und ich das Röntgen, welches die TA offensichtlich bei jedem Tier anordnete, abgelehnt hatte. Die Gute sog die Luft scharf ein, wurde ziemlich blass und wollte sich gar nicht vorstellen, wieviel sie für die Not-OP ihrer Hündin bezahlen musste. Ich war jedenfalls durch mit dem Thema, froh ein heiles Auto vorzufinden und 30 Minuten später mein Essen auf dem Tisch zu haben! Flocke war fix und fertig und hat lediglich heute beim Mittagsspaziergang noch zweimal mit dem Hinterlauf ausgeschlagen. Ansonsten ist alles wieder ok und ich freue mich jetzt auf mein erstes leckeres Weihnachtsessen in diesem Jahr zusammen mit meiner Familie!

Weihnachtswichteln – Das Auspacken

Wie schon Mitte November erwähnt, habe ich ja beim DIY-Weihnachtswichteln von LinaLuna mitgemacht.

Da ich gesundheitlich für einige Zeit (man sieht es auch an den nicht vorhandenen Blogbeiträgen) völlig außer Gefecht gesetzt war, kam ich mit meinem Wichtel-Geschenk ganz schön in zeitliche Schwulitäten.
Dafür war mein Wichtel extrem schnell und so war ich dazu verdammt wochenlang auf das eingepackte Geschenk zu starren und vor lauter Neugierde schon ganz kribbelig zu werden.
Aber ich habe tapfer durchgehalten und was für eine unglaubliche Freude: Mein Geschenk kam von Sari! Für mich schon etwas ganz Besonderes, da Herr Olsen 2009 und (leider) nur einen kurzen Teil von 2011 bei Saris Projekt 52/20xx teilgenommen hat und ich Sari immer für die unglaublich vielfältigen und originellen Themen-Einfälle bewundert habe.

Schon beim Befingern des noch eingepackten Päckchens wurde ich nicht wirklich schlau aus dem Inhalt. Irgendwie weich, aber darunter doch hart – ….neeeeeiiin, ihr Ferkelchen! Nicht was ihr schon wieder denkt. – also habe ich mir meinen Sohn zum Vorbild genommen und ganz gegen meine Art die Geschenke immer vorsichtig auszupacken, das Geschenkpapier ohne Rücksicht auf Verluste aufgerissen. Und das kam zum Vorschein:

Wichtelgeschenk

Bevor ich mir das eigentliche Geschenk richtig angesehen habe, war erst einmal die Karte dran. Ich muss sagen, dass Sari sich wirklich Gedanken gemacht hat und mit dem in eine selbstgemachte Buchhülle gesteckten Notizbuch einen Nerv von mir getroffen und mich zu etwas animiert hat, was ich von mir aus nie getan hätte: Gedanken zu seinen Fotos aufschreiben. Ich bin ein totaler Handschreib-Muffel geworden und notiere allerhöchstens den Einkaufszettel im Smartphone, aber mit diesem Geschenk kann ich für unseren nächsten Sommerurlaub ein perfektes Reisetagebuch mit den dazugehörigen Fotos gestalten!

Tausend Dank für diese wunderschöne Idee und den wirklich tollen Buchumschlag, liebe Sari!!!!

Damit war es noch nicht genug, denn mit in dem Päckchen lag noch eine Lego-Minifigur für Finn und kleine Schokoweihnachtsmänner, die mein Sohn noch während der Bescherung und unbemerkt von mir, annektiert und verschlungen hat.

Dafür vielen Dank von Finn!

Da isses schon wieder!

Und deswegen wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest mit vielen Geschenken, viel leckerem Essen und was sonst noch so dazugehört!!