Wie mache ich einen Swinger Club auf?
Diese Frage scheint wichtig zu sein, sonst würde man ja nicht danach suchen und auf meinem Blog landen.
Und was soll ich sagen, ich werde die Frage gerne beantworten, allerdings hoffe ich auf eure Hilfe, falls ich etwas vergesse!
1. Man suche sich eine entsprechende Location mit vielen Räumen. Dabei ist darauf zu achten, dass es a) kein Mehrparteienhaus ist, b) keine Wohngegend ist in der viele Kinder leben c) eine möglichst gute Anbindung – idealerweise an mind. 2 Autobahnen – hat und d) ein ausreichend großer Parkplatz zur Verfügung steht, der einem später auch nicht von jemand anderem weggenommen werden kann.
2. Man erkundige sich nach Kauf- oder Mietpreis des Etablissements und überlege sich erstmal – am besten ohne Bankenunterstützung – ob man sich das dann auch wirklich wirklich leisten kann.
3. Sollte man zu dem Schluss kommen, dass man die Finanzierung stemmen kann, freut sich bestimmt eine beliebige Bank über die Anfrage. Während des Beratungsgespräches lohnt sich auf jeden Fall schon eine freundliche Kundenaquise beim Finanzberater. Mit Rabatt kriegt man jede Finanzierung…
4. Sollte das Geld dann eingegangen sein, kann es auch schon an die Inneneinrichtung gehen: Viele Räume brauchen viel Fantasie. Verboten sind meiner Meinung nach viel zu helle, rosa oder pink gestrichene 4-Wände, Dekorationen aus Omas Nachlass (obwohl, es gibt Menschen die stehen auf Gelsenkirchener Barock…) und fliessendes Gewässer in den Zimmern – das fördert einfach den Harndrang und wer möchte schon ständig Pipi machen müssen.
5. Nicht nur Orte der Anstrengung müssen vorhanden sein, sondern auch der Entspannung. Whirlpool, Sauna, Duschen und Toiletten bitte in ausreichender Anzahl.
6. Auch spezielle Themen-Räume sollten im Angebot vorhanden sein.
7. Gaaaaanz wichtig: Die Bar! Am besten als Snackbar, schliesslich macht Sex nicht nur müde und durstig sondern auch hungrig. Wie blöd wäre es, wenn die Gäste nach kurzer Zeit zum McD zwei Strassen weiter verschwinden, wenn sie ihr Geld auch im Club lassen können. Da darf es auch ruhig etwas teurer sein, schliesslich zahlt man gerne für die Bequemlichkeit sich für’s Essen nicht wieder komplett anziehen zu müssen.
8. Nicht die (Schwieger-) mutter hinter die Bar / den Tresen stellen!
9. Sei nicht selber dein bester Gast: Also nicht mit den Gästen rumpöppeln und nicht den ganzen Schampus allein aussüppeln. macht einfach keinen guten Eindruck.
10. Viel Werbung im niederländischen Grenzgebiet (falls vorhanden) machen.
11. Die Gäste gut beobachten, denn nicht jeder der erstmal gut riecht ist auch ansonsten hygienisch einwandfrei. Dabei sollte man auch auf keinen Fall die Zähne vergessen. (Fast) nichts stösst mehr ab als ein schlechtes Gebiss.
12. Auf eine ausgewogenes Verhältnis der Gäste achten. Es versteht sich von selbst, dass eine reine heterosexuelle Männergesellschaft irgendwann laut nach Fußball und Bier oder Skat ruft. Dann wäre der Sinn eines Swingerclubs verfehlt. Aber auch Körpermasse sollten beachtet werden. Nicht jeder mag Heidi Klum und wenn sich in deinem Club ausschliesslich nur magersüchtige Hungerhaken aufhalten, bleiben ebenso zahlungskräftige Normalgewichtige oder Moppelchen lieber in der Army-Disco im nächsten Dorf.
Ich glaube damit steht einer erfolgreichen Eröffnung nichts in Wege. Ich wünsche viel Glück!
PS: Nicht die Sache mit der Selbstständigkeit vergessen, aber da hilft bestimmt die AfA gerne weiter…



Soviel Fachkompetenz. Ich bin beeindruckt. Und wie laufen die Geschäfte so?
warum, bitte WA-RUM faellt mir da nun die live-dvd von robbie williams zu ein? swing, when you’re winning…
@ Tom: Ich bin auch ganz beeindruckt von mir! Vielleicht sollte ich mich tatsächlich selbstständig machen.
@ Suriel: Das hoffe ich doch! Ich bin ein 70-Jahre-Kind (na gut, eher Ende 60er Jahre) “Make Love Not War!”
@ karsten: Ich hoffe du wirst es uns sagen, denn ich z.B. kenne zwar das Album, aber nicht die Live-DVD. Und so eine Swingerei sollte ja auch eigentlich immer eine “Win/Win”-Situation sein, oder??