Hunde-Gedanken-Salat
Zur Zeit nutze ich fast jede freie Minute um mich mit der eventuellen Aufnahme eines Hundes in die Familie auseinander zu setzen (was nicht heißt, das ich das jetzt tun werde – ich mache mich nur schlau noch schlauer!).
Drei mir sehr liebe Menschen haben mich mit ihren Kommentaren dazu animiert noch weiter in die Materie “Hund” einzudringen und alles an Informationen aufzusaugen, was das Netz so hergibt und ich noch nicht selber weiß.
Ela, die mir einen Hund aus dem Tierheim ans Herz gelegt hat. Ich habe mich eines vergangenen Abends über Stunden durch sämtliche Tierheime und Tiere-in-Not-Einrichtungen geklickt, die es in 100 km Umkreis so gibt. Außer dauerhaft laufenden Tränen ist leider nichts dabei rausgekommen. Mir hat das Herz geblutet (das war mir aber vorher schon klar) und das Leid dieser Tiere hat mich in der Nacht um den Schlaf gebracht, aber das geht einfach nicht.
Falls wir uns einen Hund “anschaffen” (was für ein schreckliches Wort), müssen bestimmte Dinge einfach unbedingt beachtet werden. Der letzte Hund meiner Eltern wurde von einem Staffordshire totgebissen – die Tierheime quellen über mit Kampfhunden bzw. Kampfhundmischlingen. Gut 80% der Hunde in JEDEM Tierheim gehören zu dieser Art. Und auch wenn es davon sicherlich “liebe” Hunde gibt, so einer kommt mir nicht ins Haus!
Weitere 10% sind 8 Jahre alt und älter. Ich möchte – je nach Größe – meinen Hund nicht schon nach 2 bis 4 Jahren wieder verlieren. Dann kann ich mir auch ein Meerschweinchen kaufen.
5 % sind kranke Hunde – sogenannte Notfälle. Daran gehe ich kaputt. Ich hatte gerade erst 1 1/2 Jahre einen kranken Kater zu Hause und am Ende konnte ich ihn kaum noch ansehen, weil ich regelrecht mit gelitten habe.
Und die letzten 5% sind für eine Familie mit Kind(ern) nicht geeignet.
Versteht mich bitte nicht falsch, wenn es nach meiner Tierliebe ginge, würde ich sie am liebsten alle bei mir aufnehmen, aber ich bin froh, dass mir noch ein bisschen Verstand geblieben ist!
Antje und die Charakter-/Wesensgeschichte, die man einem Hund an- oder abzüchten kann. Das hat mich ja schon ziemlich ins Grübeln gebracht. Und nach viel Nachforscherei ist nicht ganz so viel dabei herausgekommen. Es gibt Hüte- und Treibhunde, Haus- und Hofhunde, Lauf- und Schweißhunde, Wach- und Schutzhunde, Gesellschafts- und Begleithunde, Apportier-, Stöberhunde, Vorstehhunde und noch viele viele andere mehr, die für einen bestimmten Zweck gezüchtet wurden. Und diese daraus resultierenden Eigenschaften wurden über Jahrzehnte angezüchtet. Das heißt nichts anderes, als das z.B. ein Familienhund nicht die Eigenschaften eines Jagd- oder Wachhunds haben soll, denn dann würden Neid und Aggression eher im Vordergrund stehen.
Der Ur-Elo zum Beispiel wurde aus dem Eurasier (E), dem Bobtail (L) und dem Chow-Chow (O) gezüchtet. Der Eurasier ist ein Begleithund, der Bobtail ein Schutz- und Hütehund und der Chow-Chow eben ein dicker Knuffelbär, nein Quatsch, er ist ein kleiner Sturkopf, über den leider nicht viel aus der Vergangenheit bekannt ist. Heute wird er als absolut Kindergeeignet beschrieben, da er über ein festes und sicheres Wesen verfügt und ihn nichts so leicht aus der Ruhe bringt. In den letzten 20 Jahren wurde daraus der Elo “geformt” und tatsächlich ist es egal welche Besitzer-Seite man im Internet betritt (und damit sind nicht die Züchterseiten gemeint) – der Elo wird als der Familienhund hochgelobt. In wieweit man nun tatsächlich einem Hund den Charakter anzüchten kann…da muss ich passen!
Maex, der mir eindringlich rät auch die Nachteile eines Hundes als Familienmitglied zu bedenken. Auch da habe ich viel drüber nachgedacht und tue es auch immer noch. Was gibt es für Nachteile: regelmäßig Gassi gehen. Das würde sicherlich zum Großteil an mir “hängen bleiben” und es würde bestimmt Zeiten geben, an denen mir das auf die Nerven geht. Aber schlussendlich gehen 9.638.000 Menschen in Deutschland mit ihrem Hund Gassi und dann sollte mir das doch wohl auch gelingen.
Urlaub, ja klar! Da bliebe nun mal nur ein Ziel, welches man mit dem Auto erreichen und auch Hunde mitnehmen kann. Da sowohl Herr Olsen als auch ich nicht einsehen lockere 4.000 Euro für einen zweiwöchigen Urlaub auf den Balearen oder Kanaren auszugeben – wir sind nun mal die nächsten 9 Jahre (mindestens) auf die Hauptreisezeit angewiesen – bleibt sowieso nur ein Nahziel und da müssen dann halt eben Hunde erlaubt sein. Aber davon gibt es eigentlich genug.
Der für mich wichtigste Faktor ist allerdings die Arbeitszeit. Bevor hier ein Hund ins Haus kommen würde, müsste ich mit meinem Chef ganz klar absprechen, dass ich tatsächlich und endgültig die im Arbeitsvertrag vereinbarten 4 Stunden am Tag arbeite und nicht wie jetzt 6 bis 7 Stunden am Tag oder er erlaubt den Hund mitzunehmen!
Ach ja, bei all dem Qualm, der seitdem aus meinem Hirn herausquillt, sehe ich nun schon den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, nur eins weiß ich ganz genau: Falls es überhaupt einer wird, dann ein größerer (45cm) rauhaariger Klein-Elo!
Und falls es jemanden interessiert, HIER geht’s zur Heimatseite des Elos!





Aussaat