Es ist mal wieder Zeit…
…sich unbeliebt zu machen.
Ich habe in einigen Dingen ja eine sehr extreme Meinung. Ich weiß, dass viele Menschen über meine Ansichten nur den Kopf schütteln können. Ich bin undiplomatisch und sage was ich denke! Das tue ich seit ich sprechen kann und das wird sich wohl auch erst ändern, wenn ich die Klappe für immer halte.
Mein neuestes Ärgernis ist Herr Strauch! Herr Strauch ist der Anwalt der Familie in Heinsberg, die den aus der Haft entlassenen Sexualstraftäter Karl D. bei sich aufgenommen hat. Herr Strauch reicht Anfang nächster Woche Klage gegen die Dauerüberwachung der Polizei ein. Die Familie fühlt sich dadurch nämlich schikaniert!
Ich finde das sollte sie auch! Das ist wirklich eine Gemeinheit! Diese armen Leute fühlen sich durch die Dauersicht auf einen Polizeiwagen bestimmt genauso schikaniert wie die Bewohner Heinsbergs durch die Anwesenheit eines Sexualstraftäters!
Die Begründung dieser Klage lautet, dass nach §16 des Polizeigesetzes des Landes NRW nur der eine dauerhafte Überwachung “verdient”, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass diese Person Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen wolle.
Wie war das noch – ich erinnere mich vage – erst hat er ein Mädchen vergewaltigt, bekam eine 6jährige Haftstrafe, kam raus, vergewaltigte äusserst brutal zwei weitere Mädchen, hat dafür 14 Jahre abgesessen und vor seiner Entlassung bescheinigten ihm die Gutachter (also nicht nur einer) eine starke Rückfallgefährdung!
Wie soll ich den Satz “wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen” deuten? Muss erst wieder etwas passieren?!
Für mich reicht die Erklärung der Gutachter, dass Karl D. stark rückfallgefährdet ist als Begründung für eine Dauerüberwachung völlig aus! Ausserdem sollte die Familie Karl D.’s auch mal die andere Seite der Medaille sehen, irgendwie ist die Polizei doch auch ein Schutz für sie!
Und wenn mir jetzt einer kommt mit “im Zweifel für den Angeklagten”, den muss ich fragen, ob er das nach der ersten Haftentlassung und vor der zweifachen Vergewaltigung auch gesagt hätte…
Ich ziehe auf jeden Fall meinen Hut vor dem Heinsberger Landrat Stephan Pusch, der sein Ding – von der Bekanntgabe des dort lebenden Karl D. bis zur Weigerung der Einstellung der Überwachung – durchzieht. Dazu gehört Courage und ich freue mich, dass es noch Politiker in unserem Land gibt, die diese Eigenschaft besitzen!



Aussaat