Jekyll & Hyde
In den letzten Stunden habe ich mir mal wieder viele Gedanken gemacht. Gedanken über Menschen deren Verhalten sich durch irgendeinen unwichtigen Auslöser von freundlich in durchgeknallt ändert.
In einem gewissen Maß kennen wir das sicherlich alle von uns selber. Aber es gibt Menschen bei denen es den Anschein hat, dass sie auf einmal psychotische Züge an den Tag legen würden. Was auffällt ist, dass Frauen versuchen eher subtil an die Sache heranzugehen und anfangen Pläne zu schmieden um ihr Ziel – welches auch immer das sein soll – zu erreichen, während Männer meist auf direktem Weg “zuschlagen”.
Mich fasziniert die Psyche des Menschen, deswegen denke ich auch sehr häufig darüber nach und versuche oft das Verhalten von Menschen mit… sagen wir mal… “geistigen Auffälligkeiten” nachzuvollziehen. Ab und zu gelingt mir das auch, jedoch bleiben mir die tatsächlichen Beweggründe meistens verborgen – sonst hätte ich wahrscheinlich auch den bestbezahltesten Job der Welt.
Zur Zeit befasse ich mich damit ein bestimmtes Gebaren zu verstehen, man könnte es neudeutsch auch Stalking in abgeschwächter Form nennen, welches in fast trauriger Art und Weise auf mich bzw. auf meinen Blog abzielt. Man könnte es vielleicht auch als Überwachung und extreme Neugierde bezeichnen und als es mir aufgefallen ist, habe ich mich erst gefragt, was für ein Mensch es sein muss, der bis zu 100 Mal am Tag meinen Blog besucht. Was will dieser Mensch damit erreichen?
Ok, ich besuche auch öfter am Tag die gleichen Blogs, vor allem wenn ich dort einen Kommentar hinterlassen habe (ich bin nicht der Mensch, der einen Kommentar-Feed nutzt), aber das passiert vielleicht vier, fünf Mal an zwei, drei Tagen in der Woche. Aber bestimmt nicht 50 bis 100 Mal an jedem Tag.
Seitdem ich weiß wer sich hinter dieser Person verbirgt (nein, es ist kein Bot!), habe ich zumindest auch eine Ahnung über den Beweggrund, verstehen oder nachvollziehen kann ich ihn allerdings nicht!
Ein lieber Mensch hat mir geraten das einfach zu ignorieren. Würde ich gerne, kann ich aber aus den oben genannten Gründen einfach nicht. Auch wenn ich genau weiß, dass dieser liebe Mensch recht hat, so ist für mich das Schreiben darüber einfach eine Form von “Abhaken”.
Ab jetzt kann ich mich also darüber amüsieren und brauche mir keine Gedanken mehr über den psychischen Zustand meines “Stalkers” machen.








Aussaat